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2006

Die 7. Interkulturelle Sommerakademie bringt die Kulturen der Welt nach Jena

Bereits zum 7. Mal war Jena das Zentrum für Interkulturelle Kommunikation.

Die diesjährige 7. Interkulturelle Sommerakademie (ISA) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena war ein großer Erfolg. Mit über 150 Teilnehmern aus der ganzen Welt wurde auch in diesem Jahr ein neuer Teilnahmerekord erreicht und Jena wieder für 10 Tage zum Zentrum für interkulturelle Kommunikation.
Die Mehrheit der Besucher der diesjährigen ISA nahm an der wissenschaftlichen Hochschulweiterbildung  „Zertifikat interkultureller Trainer/ Coach“ teil. Das Zertifikat ist die erste wissenschaftlich fundierte Ausbildung dieser Art. Mittlerweile wurde der dritte Jahrgang begrüßt. Mehr als 140 Teilnehmer haben damit die Hochschulweiterbildung absolviert bzw. begonnen.

Die Besucher konnten auch in diesem Jahr aus einem umfangreichen Angebot aus 15 Workshops zu verschiedensten Kulturen der Welt auswählen. Neben traditionell angebotenen Ländern wie die USA, Großbritannien, China, Frankreich, Spanien und Polen konnten die angehenden interkulturellen Trainer und weitere Interessenten auch in Kulturen des Nahen und mittleren Ostens, wie Syrien, Jordanien und Irak eintauchen. Ein weiteres Highlight der diesjährigen Veranstaltungen war das interdisziplinäre Sommersymposium zum Kulturbegriff unter dem Motto: „Was alle eint und keinem passt.“ Kultur- und Kommunikationswissenschaftler, Soziologen, Sprach- und Wirtschaftswissenschaftler trafen sich in Jena, um sich interdisziplinär einem zeitgenössischen Kulturbegriff anzunähern.

Umrahmt wurde die ISA von einem kulturellen Rahmenprogramm. Vor allem die Exkursion zum Daetz-Zentrum in Lichtenstein war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Der langjährige Direktor von internationalen Zweigstellen der Siemens AG und Geschäftsführer mehrerer weltweit tätigen Töchter Peter Daetz gewährte einen inspirierenden Einblick in seine internationale Berufstätigkeit und in die von ihm und seiner Frau gestifteten Sammlung von Holzskulpturen aus nahezu der gesamten Welt. Das Ziel des Ehepaars Daetz ist es, Erwachsenen und Kindern die Notwendigkeit interkultureller Zusammenarbeit bewusst zu machen und sie an entfernte Länder anschaulich und taktil heranzuführen.

Wie wichtig Netzwerke zwischen den Kulturen und deren Vertretern als Basis für die gemeinsame Lebensgestaltung und interkulturelle Wissensvermittlung sind, unterstrich Prof. Dr. Jürgen Bolten mit der Initiierung des neuen Vereins interculture-Network e.V.. 55 Gründungsmitglieder setzen sich von nun an gemeinsam das Ziel, die Qualität interkultureller Trainings und Beratungsleistungen zu fördern und hierdurch die interkulturelle Kompetenz von Menschen und Organisationen zu erhöhen.
Das Team von interculture.de und des Fachgebietes Interkulturelle Wirtschaftskommunikation der Friedrich-Schiller-Universität dankt allen Teilnehmern für ihr Interesse und Engagement und freut sich, Interessenten auch im nächsten Jahr wieder in der weltoffenen Universitätsstadt Jena begrüßen zu dürfen.


Sommersymposium
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Das war die ISA 2005

Die Schwerpunkte der ISA waren:

Schwerpunkt I: Blended Learning Zertifikat "Interkultureller Trainer/ Coach"

Werden Sie Interkultureller Trainer/ Coach im Verlaufe eines Jahres mit unserem "Blended-Learning-Konzept": Bereits zum dritten Mal wird dieser Weiterbildungszyklus angeboten. Während der Sommerakademie findet die erste Präsenzphase statt, in der sich die Teilnehmer kennen lernen und in die Inhalte des Zertifikats und die Methoden/ Techniken des E-Learnings eingeführt werden. Die sich anschließende E-Learning-Phase dauert ein Jahr und wird in der darauf folgenden Sommerakademie durch eine zweite Präsenzphase und eine Zertifikatsprüfung abgeschlossen. Weitere Informationen unter: www.interculture.de/trainerzertifikat

Schwerpunkt II: Erfolgreich auf internationalen Märkten

Sehen Sie Kulturen mit anderen Augen: Lernen Sie kulturspezifische Hintergründe des Wirtschaftsalltags verschiedener Länder und Regionen kennen.

Schwerpunkt III: Sommersymposium / Wissenschaftliche Tagung "Kultur-Diagnosen und -Modelle"

Welches Verständnis von Kultur ist dazu geeignet, zwischen den Extremen traditioneller Kohärenzvorstellung und zeitgenössischer Differenzerkenntnis zu vermitteln und aktuelle kulturelle Entwicklungen in ihrer Komplexität und Widersprüchlichkeit zu erklären bzw. zu prognostizieren? – Diese Frage soll das Symposium inhaltlich leiten.

Schwerpunkt IV: Einblicke in die Praxis des internationalen Managements (Abendveranstaltungen)

Die Teilnahme ist nicht kostenpflichtig und steht einem breiten Publikum offen.

Schwerpunkt V: 3. bunesweite Doktorandentreffen

Das 3. bundesweite Doktorandentreffen für Promovenden aus interkulturellen Studienrichtungen findet dieses Jahr am 8.9. im Rahmen der Jenaer Interkulturellen Sommerakademie statt. Doktoranden, die gerade mit kniffligen Fragestellungen zu kämpfen haben und ihre Ideen in einem größeren Kreis diskutieren möchten, sind herzlich eingeladen. Jeder Teilnehmer hat für die Präsentation seiner Frage- oder Problemstellung 15 Minuten Zeit. Auf dieser Grundlage folgt dann eine Erörterung in der Teilnehmergruppe, in deren Rahmen Tipps zur Problemlösung und für die weitere Forschungsarbeit gegeben werden. Es geht um die Präsentation von "Baustellen", nicht um die Darstellung "runder" Ergebnisse! Bei Interesse bitte eine kurze Email mit dem vorgesehenen Themenschwerpunkt senden an: dialog@interculture.de oder juergen.bolten@uni-jena.de. Anmeldeschluss für das Doktorandenkolloquium ist der 23.8.2006.


Sommersymposium
Das war die ISA 2005